Erwartungen an die Dakar 2010

Ein Kurzinterview mit dem „Dakar“-Sieger von 2009, Dirk von Zitzewitz (D), Navigator von Giniel de Villiers (ZA) und nebenberuflich Organisator von Abenteuer-Trips in Wüsten.

Dirk erzählt im Interview (via VW Motorsport) von seinen Erwartungen an die Dakar 2010, von Erlebnissen auf der Dakar 2009 und den konkreten Plänen für eine Abenteuer-Tour auf den Spuren der Dakar in Südamerika für Enduro und 4×4 im Jahr 2011.

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Sie sind Titelverteidiger. Was bedeutet das für die „Dakar“-Rückkehr nach Südamerika?
„Zunächst, dass mein Fahrer Giniel de Villiers und ich mit viel Selbstvertrauen in die Rallye gehen. Doch das kann auch gefährlich sein. Die nächste ‚Dakar‘ ist immer die härteste aller Zeiten. Auch die Konkurrenten werden mehr als je zuvor ein Auge auf uns haben.“

Die Begeisterung der Fans war 2009 immens. Gab es skurrile Erlebnisse?
„Die Begeisterung der Millionen von Zuschauern entlang den Verbindungsetappen war in
der Tat großartig. Uns wurden unheimlich viele Geschenke ins Auto gereicht, die wir leider
nicht alle annehmen konnten. Das reichte von erlesenem Wein bis zu Kinderschuhen.“

Nachdem man die Landschaften einmal erlebt hat – wohin kehrt man am liebsten zurück?
„Vor allem, die ‚Dakar‘ bei der Südamerika-Premiere vergangenes Jahr in einem unbekannten Terrain gewonnen zu haben, macht uns so stolz auf den Erfolg. Und diese neuen Landschaften waren unglaublich faszinierend. Meine schönsten Erinnerungen habe ich beispielsweise an die Dünenabschnitte rund um San Rafael, die auch diesmal auf der Agenda stehen, oder an den Variantenreichtum zwischen La Rioja und Fiambalá. Dort haben sich schroffe Passagen, weicher Dünensand und Geröllfelder abgewechselt. Toll.“

Die Wüste ist Ihre Leidenschaft. Wie definieren Sie beispielsweise die Begriffe Weite, Lebensfeindlichkeit und Unüberwindbarkeit?
„Weite ist für mich unverbauter, unverdeckter Horizont, so weit das Auge reicht, und nichts, was einen hindert, eine beliebige Richtung einzuschlagen. Lebensfeindlichkeit herrscht für mich dort, wo die Vegetation karg ist und man die Weite dadurch erst recht erleben kann. Und Unüberwindbarkeit? Die gibt es eigentlich nicht. Es gibt immer einen Weg.“

Sie veranstalten im Nebenberuf Wüstentouren. Wäre Südamerika eine Anregung?
„Auf jeden Fall. Und in der Tat plane ich für das Jahr 2011 eine Tour auf den Spuren der neuen Rallye Dakar. Wenn ich die ‚Dakar‘ bestreite, richtet sich meine Konzentration auf das Sportliche – für die Schönheiten eines Landes bleibt da wenig Zeit. All das intensiv nachzuerleben und die Schauplätze einer ‚Dakar‘ in Ruhe mit dem Motorrad oder Geländewagen zu erforschen, ist ein großartiger Anlass für eine solche Tour.“

Was sind für Sie die wichtigsten Schlagworte für die Rallye Dakar in Südamerika?
„Die ‚Dakar‘ bietet in Südamerika unheimlich abwechslungsreiches, anspruchsvolles und aufregendes Terrain. Hier findet man an einem Tag alles, was man von einer Rallye erwartet. Dazu diese unglaubliche Begeisterung. Das ist etwas ganz Besonderes.“

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