Race Touareg Dakar 2010

Die Profis wie das Team Volkswagen Motorsport treten bei der Rallye Dakar mit Prototypen an. Seit eh und je hat der Rennsport neben dem Sport auch Ziele für das Marketing und die Entwicklung. So hat VW mit dem TDI-Motor, der im Race Touareg seit 2003 läuft, die Szene revolutioniert.

Seit 2003 wurden diverse Aspekte des Race Touareg modifiziert. Seit 2005 ist der Volkswagen Race Touareg 2 im Einsatz. Neben dem Motor, Getriebe und Federung gab es in den Jahren auf den ersten Blick vielleicht banal erscheinende aber in der Realität immens bedeutende Änderungen z.B. in der Sitzhöhe der Fahrer oder Anordnung der Werkzeuge. Zur Dakar 2006 wurden rund 35% der Teile des Race Touareg verändert oder neu entworfen. Zur Dakar 2007 gab es einen komplett neuen Motor.

Für die am 2. Januar startende Dakar 2010 gab es vergleichsweise wenige Modifikationen am Race Touareg. Die Teams profitieren von einer überarbeiteten Turboaufladung und einer verbesserten Ladeluftkühlung. Die Volkswagen Ingenieure steigerten die Leistungsausbeute des 2,5-Liter-TDI-Triebwerks auf 300 PS. Gegenüber 2009 macht das eine Leistungssteigerung von gut 20 PS. In diesem Zusammenhang wird es spannend, wie sich die Änderung im Reglement auswirkt, nach der der Air-Restrictor der Benzinmotoren um 2 mm vergrößert wurde, was zu mehr Luft bei der Verbrennung und dadurch mehr Leistung bei den Benzinern führt. Der Race Touareg wurde weiterhin in den Bereichen Bremsenkühlung sowie bei der Standfestigkeit im Getriebebereich verbessert.

2009 hat Volkswagen die Rallye Dakar als erster Hersteller mit einem Dieselfahrzeug gewonnen. Bei Dieseltechnologie gibt es gegenüber Benzinmotoren grundsätzlich einen großen Gewichtsvorteil durch den geringeren Verbrauch und mehr Kraft in allen Drehzahlbereichen. Der Gewichtsvorteil hat unter anderem Auswirkungen auf Haltbarkeit, Reifenverschleiss und Traktion.

Schon 1980 hat Volkswagen die Rallye Dakar mit einem Iltis gewonnen und auch hier erfolgreich Technik getestet, die seitdem Standard in Autos ist. Die verwendeten Drosselklappenlager der Marke INA sorgen außerdem für eine erhebliche Kraftstoffersparnis in Serienmotoren, weil die Leerlaufdrehzahl fast um die Hälfte gesenkt werden konnte.

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