12. Etappe Bericht von Dirk

Schönen Gruss an alle hier von Dirk, der heute in Kayes in Mali ist. Er freut sich über die große Unterstützung, die von hier und aus dem Rest des Internet kommt. Das muß auch so weiter gehen. Giniel und Dirk sind nach der heutigen Etappe am tiefsten Punkt der Rallye angekommen. Ab morgen geht es nur noch bergauf.

Was Dirk auch ganz wichtig ist

Schon einmal vielen, vielen Dank von Giniel und Dirk an das Team. Nach der Marathonetappe sind sie abends um 11 Uhr mit einem Motorschaden am Haken ins Biwak gekommen. Die Mechaniker sind im Laufschritt ums Auto gerannt und haben angefangen zu reparieren, um den Wagen bis zum Start der nächsten Etappe wieder flott zu machen. Der Einsatz des gesamten Teams ist echt unglaublich. Selbst jetzt, wo es nicht mehr um den Sieg geht, zeigt sich der spitzenmässige Geist des Teams, das in den letzten Jahren unheimlich zusammengewachsen ist.

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Was Dirk an dem Schaden vor allem gestört hat

Sie wurden aus dem Rennen geworfen, ohne eine Chance weiter um einen Podiumsplatz zu kämpfen. Dirk sagt, wenn beispielsweise eine Antriebswelle abgerissen wäre, hätten sie die reparieren und dann gegen die Zeit weiterkämpfen können. So war das nicht möglich und das hat schon genervt. Das Überraschende ist, dass das Problem mit dem Motor in keinem der vielen, vielen Tests vor der Dakar aufgetreten ist.

Die heutige Etappe

Was hinter dem Navigationsfehler von heute steckte: Giniel und Dirk hatten einen Fight mit SHMAKOV und KLEINSCHMIDT. Beide haben sich verfahren. Dirk dachte, er wäre richtig mit dem anderen Weg. Die Richtung auf dem Kompass war korrekt. Das Problem war, dass es dort an einem Felsen kein Durchkommen gab. Deshalb mussten sie umdrehen und haben viel Zeit verloren. Dirk ist das Risiko eingegangen nur nach Kompass zu fahren. Das Risiko wurde bestraft. Er sagte, wenn es um den Sieg gegangen wäre, hätte er das so nicht riskiert sondern wäre genau nach Roadbook gefahren. Ärgerlich ist es trotzdem. In Mauretanien könne man so fahren, da kann man sich dann schon irgendwie durch die Wüste wühlen. Hier weiter im Süden ist mehr Vegetation, da kann man so etwas eben nicht machen, wie wir heute gesehen haben.

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Das Ärgerliche ist, dass der 22. Startplatz morgen wieder ordentlich Staub bedeutet. Morgen geht es also darum, entweder die Etappe zu gewinnen oder zumindest für übermorgen einen guten Startplatz zu erreichen.

Klar ist: ab heute geht es wieder bergauf. Immer Vollgas!

7 Responses to "12. Etappe Bericht von Dirk"

  1. Daniel Botz sagt:

    Keep your spirits up, Dirk…. even if it miust be hard sometimes. The smiley which you showed to the Eurosport camera said a lot. It wasn’t smiling indeed. 🙁

    It must have been really difficult and very very confusing navigation judging by the pictures. I’m wondering how you can even guess you way out of such a situation.
    Hopefully we’ll be able to learn that, and much more, soon. Maybe from you yourself in Libya in one of you fabulous training an adventure camps?

    Keep on DreamingOfDakar & all the best for tomorrows stage to you Dirk and Giniel…. and the Tuareg 😉
    Daniel

  2. Karmen sagt:

    Spitze, der Kampfgeist von Dirk und Giniel!

    Es tut immer Weh, wenn man das Allerbesste will, es aber nicht klappt. Ich hoffe, unsere Unterstützung wurde von den beiden nicht als Pressing verstanden. Es muss unglaublich schwer sein, wenn man weiss, wie viele hier an das besstmögliche Ergebnis glauben und warten, versucht dann optimales zu machen und es führt nicht zu gewünschten Ziel. Oh, ich wünschte, ich könnte dort sein und es ihnen persönlich zu sagen! Sie sind wirklich nur zu bewundern !

    Nur ein Superklasse Navigator mit viel Mut würde unmögliches versuchen, und ich glaube, das hat Dirk heute versucht, ganz bestimmt. Alles wagen, nur um den Erwartungen gerecht zu sein. Alle Achtung ! Wir alle wissen, das er der absolut besste Navigator ist und bleibt, das Selbe gilt für Giniel als Fahrer- bewiesen!!! Sie sind eben das Top-Team überhaupt!

    Nun wünsche ich mir für die beiden aber nur noch, sie werden die restlichen Tage daran denken, dass sie sowieso für uns die Allerbessten sind und bleiben. Sie besiegen jeden Tag aufs neue die Wüsste und tun unmenschlisches, gehen mit Schwierigkeiten um, als gäbe sie nicht, finden immer wieder Motivation – wir können nur Respekt zeigen. Und gerade weil sie solche unermüdliche Kämpfer sind, verdienen sie unseren Vertrauen und Glauben.

    Sie sollen jetzt die restlichen Etapen so fahren, wie ihnen nach dem Herzen ist. Sie sollen nicht unter Pressing sein, denn sie haben unsere Erwartungen schon überboten. Wir sind stolz auf unsere Jungs!

    Boys, just enjoy Sahara! It`s there for you!

    Liebe Grüsse!

    Karmen

  3. Helge Siems sagt:

    Ganz im Gegenteil, Karmen. Dirk fragt jeden Tag, wie hier die Stimmung ist und freut sich über die Unterstützung. Und ich glaube: ein Leistungssportler, der nicht mit Druck umgehen kann, kann nicht erfolgreich sein. Es geht ja um’s gewinnen und nicht um die Erwartungen der anderen. Meine Ansicht jedenfalls.

  4. Thomas Sell sagt:

    Hey Zitze, egal, wie die Dakar für Euch zu Ende geht, wir sind unwahrscheinlich stolz auf Euch!!!! Ihr habt es geschafft, Menschen für die Dakar zu begeistern, die bis vor Kurzem fast nichts von dieser Rallye wussten (ein Dank an meine Kollegen, ab Montag muss ich keinen Live- Ticker mehr verfolgen und kann dann mal wieder ichtig arbeiten…). Für mich war die Dakar so spannend wie nie und ich habe es immer noch nicht verwunden, dass Ihr an diesem einen tag so viel Pech hattet. Hoffentlich bleibt VW bei der Stange und Ihr dürft es im nächsten jahr wieder probieren. Viele Grüsse auch an Giniel und ich hoffe, wir sehen uns bald (Nordcup???).

    Bis bald

    Thomas

  5. Helge Siems sagt:

    Peterhansel scheint sich nicht damit zufrieden zu geben, keine Etappe der Dakat 2007 zu gewinnen. Er kommt aber nicht ran an die VWs. Die heutige Etappe ging wieder einmal an Sainz / Périn, dahinter mit 26 Sekunden Rückstand Peterhansel, dann Mark Miller / Ralph Pitchford an Platz 3 und Sousa / Schulz an Position Nr. 5

    Giniel und Dirk haben heute etwa 10 Minuten verloren. Während der Etappe waren sie bis Platz 3 vorgeprescht. Irgend etwas muss dann passiert sein. Später mehr.

  6. Jutta sagt:

    Na ja, und wie man ja gestern Abend auf Eurosport sehen konnte, ist der Humor ja noch voll intakt 😉 😀 das ist die Hauptsache. Wenn die Stimmung im Team stimmt, kann man auch nen Sch…tag leichter abhaken.

  7. Karmen sagt:

    Hallo , Helge !

    Bin absolut deiner Meinung, und Dirk hat bewiesen, dass er mit Druck spitzenmässig umgehen kann, darum auch mein voller Vertrauen und Stolz!

    Musste aber den Gedanken losswerden, dass auch Spitzensportler eine menschliche Seite haben und in der Zeit, wo wir zu Hause sitzen und auf Ergebnisse warten, es manchmall vergessen. Wir sollten uns mal in dieser Rally vorstellen, wie würden wir den funktionieren? Ich wollte auf keinem Fall damit sagen, dass sie sich in der Wüsste dammit beschäftigen, was irgend jemand erwartet. Sie beweisen mit jedem Kilometer, dass sie ihre Ziele genau verfolgen und sich nicht iritieren lassen. Ihr Erfolg ist der besste Beweis dafür .

    Vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, wollte aber betönen, dass wir hier voll und ganz hinter ihnen stehen und dass unser Team für uns eben der Allerbesste ist! In jeder Hinsicht! Sie sind durch und durch Profis und mit meinen Gedanken wollte ich eigentlich mitteilen, dass sie Bewunderung auch desshalb verdienen, weil sie die Teamziele, Profesionalismus und Sportgeist über alles Andere stellen können und bieten eine Leistung dar, die für Normalsterbliche unglaublich ist.

    Also, mit grosser Bewunderung, Vertrauen und bessten Wünschen schöne Grüsse nach Afrika!

    Und danke für deine Hilfe beim denken!

    Karmen

  8. […] Dirk von Zitzewitz am 18. Januar 2007: “Nach der Marathonetappe sind wir abends um 11 Uhr mit einem Motorschaden am Haken ins Biwak gekommen. Die Mechaniker sind im Laufschritt ums Auto gerannt und haben angefangen zu reparieren, um den Wagen bis zum Start der nächsten Etappe wieder flott zu machen. Der Einsatz des gesamten Teams ist echt unglaublich. Selbst jetzt, wo es nicht mehr um den Sieg geht, zeigt sich der spitzenmäßige Geist des Teams, das in den letzten Jahren unheimlich zusammengewachsen ist.” […]

  9. […] ist. Einen Motortausch verbietet das Reglement. Wir erinnern uns an einen Motorschaden, den Volkswagen auf der Dakar 2007 hatte. Dirk von Zitzewitz vor zwei Jahren: “Die Mechaniker sind im Laufschritt ums Auto […]

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