TheRealGiniel – mit Tagesrang vier in Richtung Podium bei der „Dakar“

Carlos Paz, 15. Januar 2016. Spannend bis zum Zielstrich – die Podiumsgaranten der Rallye Dakar sind dem sechsten Top-3-Erfolg in den vergangenen acht Jahren mit einer starken Leistung am vorletzten Wettbewerbstag des Wüstenklassiker einen großen Schritt nähergekommen. Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz fuhren mit Rang vier ein Top-Ergebnis zur rechten Zeit bei der 2016er-Ausgabe der „Dakar“ ein, verteidigten damit nicht nur ihren dritten Rang in der Gesamtwertung, sondern waren damit gleichwertig schnell zu ihren hartnäckigen Verfolgern Mikko Hirvonen/Michel Périn (FIN/F, X-raid-Mini), die den Tagessieg holten. Die besten Vier trennten nach fünfeinhalb Stunden Fahrzeit gerade einmal 57 Sekunden. Neben einer fehlerfreien navigatorischen Leistung durch Dirk von Zitzewitz war dabei vor allem eine clevere, risikominimierte und zugleich schnelle Fahrweise von Giniel de Villiers der Schlüssel zum Erfolg. Typisch für den Mann an der Seite von Dirk von Zitzewitz. Dabei hatten „GdV“ und „DvZ“ viel Staub zu schlucken: Lange hatten sie hinter ihren Toyota-Gazoo-Teamkollegen Leeroy Poulter/Ron Howie (ZA/ZA) auf Rang zwei der Tageswertung gelegen, verloren dann jedoch hinter einem Konkurrenten, auf den sie aufliefen, die entscheidende Zeit.

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Die zwölfte und vorletzte Etappe der Rallye Dakar 2016 bildete einen Marathon im Marathon: Insgesamt standen 931 Kilometer Wegstrecke zwischen San Juan und Carlos Paz auf dem Programm, 481 gegen die Uhr – der längste Ritt bisher. Es war über die gesamte Distanz volle Konzentration gefragt: Mitten hindurch durch die Sierra de Córdoba führte die Strecke zwischen dicht an der Strecke stehender Vegetation – hier war mehr zu verlieren als zu gewinnen, dennoch war für „GdV“ und „DvZ“ moderate Attacke gefragt, um Rang drei in der Gesamtwertung hinter den drückend überlegenen Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F) im Peugeot-Buggy und den Vorjahressiegern Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Q/F) im X-raid-Mini zu verteidigen. Vor der abschließenden Etappe am Samstag in Richtung Rosario nehmen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz einen Vorsprung von 4.26 Minuten auf Hirvonen/Périn mit.

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Das ist … das Zitat des Tages

„Alles in allem ein langer, aber guter Tag. Es lief alles super, Giniel ist richtig gut gefahren heute. Nicht zu viel Risiko, aber immer flott. Als wir dann zweimal auf Nani Roma im Mini aufliefen, haben wir etwas Zeit verloren – locker eine Minute und mehr. Wir musste heute entsprechend Staub schlucken. Aber wir sind zufrieden, dass wir mit den Mini, die einfach bessere Startpositionen hatten, über den gesamten Tag mithalten konnten. Mit etwas mehr Glück und ein bisschen mehr Kooperation von Nani hätten wir die Etappe gewinnen können. Sei’s drum: Etwas mehr als vier Minuten Vorsprung haben wir noch. Ich bin zuversichtlich, dass wir die und damit unseren dritten Platz über die Ziellinie retten werden.“

Dirk von Zitzewitz nach Etappe 12

 

Das war … Etappe 12 (San Juan–Carlos Paz)

Prüfung: 481 km, gesamt: 931 km

Vorläufiges Gesamtergebnis nach Etappe 12

01. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F), Peugeot, 43:27.42 Std.

02. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Q/F), Mini, + 40.59 Min.

03. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D), Toyota, + 1:07.16 Std.

04. Mikko Hirvonen/Michel Périn (FIN/F), Mini, + 1:11.42 Std.

05. Leeroy Poulter/Rob Howie (ZA/ZA), Toyota, + 1:36.16 Std.

Das wird … Etappe 13 (Carlos Paz– Rosario, Samstag, 16. Januar 2016)

Carlos Paz (RA)–Rosario (RA), Prüfung: 180 km, gesamt: 699 km

WP-Start erstes Auto (Rallye-Zeit/Deutsche Zeit): 07:46/11:46 Uhr, WP-Ziel erstes Auto: 09:41/13:41 Uhr

Deutschsprachige TV-Erstausstrahlungen: 16. Januar 2016, 20:00–20:05 und 23:00–23:30 Uhr auf Eurosport1

Letzte Etappe, aber kein einfacher Home-run. Denn die 13. Etappe gleicht der heutigen, ist nur kürzer. Es gilt auch jetzt: Zwischen der dicht am Wegesrand stehenden Vegetation die Konzentration voll wahren, wenn man sich nicht ausgerechnet auf den abschließenden 180 WP-Kilometern die harte Arbeit von zwei Wochen zunichtemachen möchte. Also: Selbst am letzten Tag der 2016er-„Dakar“ von Carlos Paz nach Rosario könnte es noch Positionsverschiebungen an der Spitze geben. „Es ist erst vorbei, wenn die dicke Dame gesungen hat“, sagt Dirk von Zitzewitz – frei nach dem geflügelten angelsächsischen Wort.

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