Podiumsplatz bei der „Dakar“

Córdoba/Argentinien, 20. Januar 2018 – Extreme Herausforderungen, ungeheure Strapazen, großer Jubel – Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz haben bei der legendären Rallye Dakar ihren siebten gemeinsamen Podiumsplatz gefeiert. Das südafrikanisch-norddeutsche Duo beendete die härteste Ausgabe der Wüstenrallye, seit sie 2009 nach Südamerika umgezogen war, auf dem herausragenden und hart erarbeiteten dritten Platz. Übermächtige Gegner war neben den turmhohen Favoriten Peugeot vorallem die Rallye selbst. Auf ihrem Weg durch Peru, Bolivien und Argentinien – knapp 9.000 Kilometern, davon 4.087 gegen die Uhr – stellten sich den Teilnehmern unter anderem riesenhafte Dünen mit puderweichem Sand, gnadenlos auf Fehler lauernde Schotter- und Geröllpisten und Auto-verschlingendes Fesh-Fesh in den Weg. Ein beinharter Abnutzungskampf für Mensch und Maschine in beeindruckender Kulisse atemberaubender Landschaften – unter der außerordentlich hohen Ausfallquote unter Profis und Amateuren litten auch die Favoriten. Nur vier der 13 angetretenen Siegkandidaten beendeten die Rallye Dakar 2018 innerhalb von zwei Stunden Rückstand auf die Sieger Carlos Sainz/Lucas Curz (E/E, Peugeot), die gemeinsam ihren zweiten Gesamtsieg beim Offroad-Klassiker feierten.

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Das war definitiv die härteste Rallye Dakar seit langer Zeit. Ich bin nicht nur froh, dass wir den Hilux ins Ziel gebracht haben und ich bin stolz darauf, dass zwei Toyota am Ende auf dem Podium stehen und dass wir einer davon sind. Respekt an die ganze Mannschaft – das war eine extreme Herausforderung, und dass wir die so gut gemeinsam gemeistert haben, aller Rückschläge zum Trotz: Hut ab.

Dirk von Zitzewitz nach der Rallye Dakar 2018
Für Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz war es nicht nur die elfte aufeinanderfolgende Zielankunft bei der härtesten Wüstenrallye der Welt, sondern auch der siebte Podestplatz bei der zehnten Südamerika-“Dakar“, deren erste Ausgabe sie anno 2009 gewannen. In der Historie der „Dakar“ auf diesem Kontinent war kein anderes Duo konstanter erfolgreich als „GdV“ und „DvZ“. Noch nie mussten die Red-Bull-Athleten bei ihren gemeinsamen Starts eine Rallye Dakar frühzeitig aufgeben. Damit bleiben Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz Mr. und Mr. Zuverlässig der berühmt-berüchtigten Langstrecken-Rallye.

Sandkasten Peru – aber keinesfalls ein Kinderspiel

Die Rallye Dakar 2018 ließ jegliches Abtasten, ein Warm-up oder Peu-à-peu-in-den-Rhythmusfinden von vornherein weg. Bereits die erste Etappe nach dem Start in Lima/Peru hinterließ Spuren. Dünen über Dünen mit enorm weichem Sand bildeten den Charakter der ersten fünf Rallye-Tage – und jeder einzelne Abschnitt stellte die Steigerung der Härte vom Vortag dar. Bereits früh bildeten sich große Abstände zwischen Favoriten und Verfolgern. Auch zu „GdV“ und „DvZ“, die auf der vierten Etappe rund um San Juan de Marcona die Härten der Ica-Wüsten an einem Tag frei nach Murphys Gesetz viel Zeit und Plätze verloren. Durch mehr Reifenschäden als Ersatzreifen und mehrfaches Eingraben im tiefen Dünensand rutschten sie auf Gesamtrang acht ab, kämpften sich aber schon am folgenden Tag zurück in die Spitzengruppe der Top Fünf.

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Höhenkammer Bolivien – Durchatmen ohne Sauerstoff

Es folgten die Etappen durch Bolivien, die die Teilnehmer während der Wertungsprüfungen auf Höhen von bis zu 4.786 Meter über Normalnull führten. Kein bevorzugtes Terrain des Toyota Hilux „made in South Africa“ von Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz, der mit seinem V8-Benziner in der Höhe mehr Leistung verliert als die Turbo-Diesel-Konkurrenz von Peugeot und Mini. Mit feinen fahrerischen und navigatorischen Leistungen hielten „GdV“ und „DvZ“ den Anschluss zur Spitzengruppe.

Casino Argentinien – nichts geht mehr für viele Mit-Favoriten

Der Abnutzungskampf „Dakar“ ging in Argentinien noch einmal in die Vollen. Der Prüfungs-Komplex Salta–Belén–Fiambalá–San Juan–Córdoba forderte erneut Opfer. Zurück im weichen Sand, teils als pudrig-weicher Fesh-Fesh, teils mit Reifenaufschlitzenden Dünenbüschen übersäht, tiefen Wasserdurchfahrten und der navigatorisch kniffligen Wegsuche im Gewirr staubtrockener Flußbetten waren äußerste Konzentration und Vorsicht einerseits, hohes Tempo anderseits gefragt. Am Freitag mit der 13. Wertungsprüfung verloren zwei Mit-Favoriten ihre Chance auf das Podium: Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F, Peugeot) und Bernhard ten Brinke/Michel Périn (NL/F), Teamkollegen von de Villiers/von Zitzewitz im Team von Toyota Gazoo Racing SA. „GdV“ und „DvZ“ erkämpften sich mit Durchhaltewillen ihren Platz auf dem Podium: Am gleichen Tag brachten sie den Hilux trotz eines ausgefallenen Zylinders als Tagesdritte ins Etappenziel. Auf der abschließenden Schleife rund um dei Rallye-Hauptstadt Argentiniens, Córdoba, verteidigten sie den Podiumsplatz.

Dirk von Zitzewitz: Auftritte in Red Bull TVs „Dakar Daily“ und im NDR Sportclub

Auch in den Medien spielt die Rallye Dakar traditionell eine große Rolle. Dirk von Zitzewitz und seine Rolle als Navigator, Fahrzeug-Manager und Fahrer-Betreuer und Freund wurden nach der zwölften Etappe in „Dakar Daily“ auf Red Bull TV vorgestellt. Die Sendung ist unter redbull.tv „on demand“ abrufbar. Am Sonntag, den 28. Januar, wird Dirk von Zitzewitz zudem zu Gast im Sportclub im NDR sein. Die Sendung wird um 22:50 Uhr ausgestrahlt. Während der Rallye Dakar erreichte Dirk von Zitzewitz zudem über die sozialen Netze seine Fans. Trotz einer kleinen Followerschaft von rund 1.200 beim Kurznachrichtendienst Twitter erzielten die von-Zitzewitz-Tweets von der Rallye Dakar über 600.000 Menschen, nicht wenige erzielten virale Reichweiten.

Die Ergebnisse: Gesamtwertung nach Etappe 14 (vorläufig)

Routenverlauf: Córdoba–Córdoba » Länge: 284,00 km, davon 119,00 km Wertungsprüfung
» Anteil sandiger Untergrund: 0%
» Anteil lehmiger Untergrund: 100%
» Anteil steiniger Untergrund: 0%
» Anteil bewachsener Untergrund: 0%

  1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E), Peugeot, 49:16.18 Std
  2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Q/F), Toyota, + 43.40 Min.
  3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D), Toyota, + 1:16.41 Std.
  4. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F), Peugeot, + 1:25.29 Std.
  5. Jakub Przygonski/Tom Colsoul (P/B), Mini, + 2:45:24 Std.

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