Seit heute ist es offiziell. Die neue Rennserie Dakar Series startet am 19. April 2008 in Ungarn. BMW, Mitsubishi, Volkswagen, Schlesser und KTM hätten bereits grosses Interesse an dem neuen Event gezeigt. Der Amerikaner Robby Gordon hat laut einem rdc-Posting seine Teilnahme in Aussicht gestellt.
Der erste Lauf der Dakar Series in Ungarn wird der Auftakt einer Serie mit vermutlich insgesamt 4 Läufen. Höhepunkt wird die Rallye Dakar sein. Wo immer sie stattfinden wird. Der Veranstaltungsort ist aber letztlich egal, der America’s Cup finde schliesslich auch in Europa statt. Das sagte Etienne Lavigne gegenüber marathonrally.com.
Dirk freut sich auf das Rennen (siehe auch die aktuelle MP3). Er hofft zumindest, dass das Volkswagen-Motorsport-Team dabei sein wird. Wenn tatsächlich alle großen Teams dabei sind wird es eine tolle Herausforderung, weil sich da niemand richtig gut auskenne.
Mit Dirks Marokko Abenteuer Tour kollidiert das Rennen nicht. Dirk muss nur einen guten Flug finden, um von Budapest schnell nach Ouazazarte zu kommen. Für die Marokko-Tour versucht Dirk gerade an die Roadbooks der abgesagten Dakar 2008 zu kommen. Die Tour ist eigentlich ausgebucht. Wenn aber noch gerne jemand mit möchte, wird noch etwas gezaubert.
Dirk von Zitzewitz (wörtlich aus dem Podcast): “Es ist natürlich eine riesige Enttäuschung. Wir haben uns so intentiv darauf vorbereitet und das ganze Jahr gewartet auf unsere Revanche. Die Enttäuschung ist unbeschreiblich, muss ich sagen.
Aber andererseits kann ich es auch verstehen. Wir wollen ein Abenteuer aber es muss ein sicheres Abenteuer sein. Das ist nicht gewährleistet und insofern ist die Entscheidung, denke ich, vernünftig und nachvollziehbar.
Wir wollen alle ein Abenteuer, wir wollen unsere Leidenschaft ausleben, das Rennen fahren, uns beweisen. Aber wir wollen nicht gegen Terrorismus ankämpfen und nicht ins Fadenkreuz gelangen. Das muss nicht sein. Deswegen ist es so wahrscheinlich besser. So traurig es ist.
Es ist auch sehr schade, dass für die Länder, durch die wir jetzt nicht fahren, sehr viel kaputt geht. Es ist ja nicht so, dass die Einheimischen uns da nicht haben wollen. Es ist eine Minderheit, die dort Probleme bereitet. Es ist schade, dass diese Minderheit so viel Macht hat und so viel kaputt machen kann.
Ich habe in den Ländern auch bei meinen Abenteuer-Touren nie schlechte Erfahrungen gemacht mit Einheimischen. Es war immer positiv und immer freundlich. Deswegen ist das ganze für mich sehr komisch und sehr traurig.
Das ist jetzt so überraschend und so schockierend, dass man da in Ruhe nachdenken muss, was man machen kann und wie es weitergeht.”
Ähnlich äusserte sich auch Kris Nissen in einer gerade von Volkswagen Motorsport herausgegebenen Pressemitteilung. “Wir respektieren die Entscheidung im Sinne der Sicherheit, die auch für uns höchste Priorität hat. Für alle im Team von Volkswagen Motorsport ist die Absage eine große Enttäuschung, denn jeder hat sich darauf gefreut, hier in Lissabon in einem sportlich fairen Wettbewerb zu starten.”
Heute beginnt die erste Runde der Dakar-Podcast-Serie. Wir werden hier täglich einen Telefonmitschnitt mit den aktuellsten Informationen, Meldungen und Ereignissen von Dirk von Zitzewitz direkt von der Rallye Dakar senden. Zum Abspielen mit dem integrierten MP3-Player direkt über dem Beitrag mit einer Audio-Datei (danke Podpress) ist lediglich ein installierter Flash-Player notwendig. Für langsame Internetverbindungen ist es zu empfehlen, sich die MP3-Datei herunterzuladen und dann lokal abzuspielen. Das geht über diese Grafik
Das Volkswagen-Team hat heute einen Funktionstest in der Nähe von Lissabon gemacht. Alle Autos laufen gut. Probleme hat nur das Wetter gemacht. In Portugal hat es sehr viel geregnet und entsprechend matschig war die Strecke. Die Werksteams haben sich vor der Rallye auf einen Reifen geeinigt, der nicht modifiziert oder gewechselt werden darf. Es handelt sich um einen harten Reifen (BF Goodrich Rock T/A) mit guten Eigenschaften für die Wüste. Im Matsch ist man laut Dirk “öfter mal Passagier im Auto”, das könnte auf der ersten Etappe lustig werden, wie er meint.
Dirk hat, wie er am Telefon lachend schildert, noch gute Erinnerungen an die Baja Portalegre 2005 (siehe Foto) als er mit Mark Miller im Matsch gegen einen Olivenbaum gerutscht ist und dann den Rest der Etappe mit der rechten Hand die Tür festhalten musste und in der linken das Roadbook.
Die Strategie für die ersten Etappen ist, bis zu den schweren Etappen, die in Mauretanien vermutlich die Dakar entscheiden werden, nicht aus den Top 10 zu fallen. Wenn man hinten ist, startet man auch später und muss im immer dichter werdenden Staub zu viele Fahrzeuge überholen um wieder nach vorne zu kommen. Das ist nicht unmöglich, aber anstrengend und natürlich auch gefährlich.
Dirk hat einen neuen Spitznamen. Die Teamsprache ist english und man kann sich vorstellen, dass Zitzewitz für alle, die nicht mit deutsch aufgewachsen sind, ein schwieriges Wort ist. In den letzten Jahren wurde daraus Schnitzel gemacht. Jetzt haben es die Kollegen einfacher. Sie nennen Dirk einfach CORNY. Riegel hat er natürlich auch genug für alle dabei.
Heute nachmittag war im portugisischen Werk Auto Europa eine Autogrammstunde für die Mitarbeiter. Heute abend trifft sich das Team zum gemeinsamen Essen bei Carlos Sousa, der in der Nähe von Lissabon wohnt.
Es wird eine sehr schwere Dakar, wenn nicht die schwerste Dakar überhaupt. Immer wieder hört man das. Die 30. Ausgabe der vermutlich härtesten Wüstenrallye der Welt startet am 5. Januar in Lissabon (Wer fährt zum Dakar-Start nach Lissabon?). Die besonders harten Etappen werden in Mauretanien erwartet, wo zwischen dem 12. und 15. Januar die drei “Königsetappen” erwartet werden. Diese Etappen bestehen teilweise zu 80% aus Sand und wurden zuletzt 1994 gefahren. Hier kennt sich also niemand mehr aus. Die Vorbereitung mit Satelitenbildern hilft hier auch nicht, denn es gibt einfach keine sichtbaren Pisten. Das GPS ist auf der Rallye-Dakar keine Hilfe und zeigt im Prinzip nicht mehr als den Kompasskurs. Das wird extrem spannend für die Teilnehmer, die bis dahin zur 8. Etappe kommen. Erfahrungsgemäß wird ein Großteil des Teilnehmerfelds vorher ausscheiden. Dies dient auch der Erhöhung Sicherheit bei der Dakar. Hier noch ein kurzes Amateur-Video mit einem Statement von Dirk von Zitzewitz zur Dakar 2008 und zum Ablauf der Vorbereitung.
Wie hart die Rallye Dakar wirklich ist, kann man durch den Film Race to Dakar ganz gut erahnen. Der Film zeigt die Vorbereitung und die Teilnahme eines Privatteams bei der Dakar 2006 und ist auch ein gutes Weihnachtsgeschenk für alle, die von einer Teilnahme an der Dakar träumen.
“Die 30. Rallye Dakar wird schwer und uns noch gut in Erinnerung bleiben. Das steht jetzt schon fest.” Das waren die ersten Worte von Dirk von Zitzewitz nach der Praesentation der Strecke der Rallye Dakar 2008 heute vormittag in Paris. Die Dakar 2008 wird laengere Wertungspruefungen haben und es sind diverse Streckenabschnitte dabei, die zuletzt vor vielen Jahren oder noch nie gefahren wurden. Also wird auch fuer die sehr erfahrerenen Teilnehmer viel Neues dabei sein.
“Das Rennen ist erst zu Ende wenn es zu Ende ist.” Das gilt auch für die UAE Desert Challenge. Auf der letzten Etappe ein Sieg für Giniel de Villers und Dirk von Zitzewitz und der Weltmeistertitel für Carlos Sainz und Michel Périn. Dirk freut sich jetzt wieder auf das kühle Deutschland und die Vorbereitung auf die Dakar 2008.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Es ist ein fantastisches Ende einer langen Saison. Wir haben mit Carlos Sainz und Giniel de Villiers die ersten beiden Plätze im Marathon-Rallye-Weltcup belegt. Das Team hat während der gesamten Saison einen Super-Job gemacht. Beim Saisonfinale sind wir mit zwei Race Touareg angetreten und mit beiden Autos ins Ziel gekommen - und das gegen sehr starke Konkurrenz. Ich bin überzeugt, dass man in den letzten Jahren nicht so einen spannenden Weltcup erlebt hat. Dass wir am Ende so erfolgreich waren, freut uns als Team besonders. Dies war unsere beste UAE Desert Challenge. Wir werden uns jetzt intensiv auf die Rallye Dakar im Januar vorbereiten.”
#201 - Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Ich bin glücklich, und es freut mich für das gesamte Team. Dies ist ein weiterer wertvoller Erfolg für Volkswagen - und ein verdienter Lohn für das ganze Team. Die UAE Desert Challenge war eine harte Rallye mit heißen und schwierigen Bedingungen. Für mich persönlich ist dieser Titel etwas Besonderes: Ich war zwar zweimal Rallye-Weltmeister, aber dies ist meine erste gewonnene Meisterschaft im Marathon-Rallyesport.”
#201 - Michel Périn (F), Beifahrer
“Wir haben den Weltcup gewonnen, das war unser größtes Ziel. Hinzu kommt ein zweiter Platz bei der UAE Desert Challenge. Diese Rallye war eine kleine ‚Dakar’, eine sehr schwierige und lange Veranstaltung mit starker Konkurrenz. Umso mehr freuen wir uns über das gute Ergebnis.”
#204 - Giniel de Villiers (RSA), 1. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Herzlichen Glückwunsch an Carlos Sainz und Michel Périn! Auch für Dirk und mich war es gut, herzukommen und unser Einsatzauto für die Dakar zu testen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Es war eine schöne Veranstaltung. Wir hätten uns vielleicht ein besseres Resultat erhofft, aber wir sind zufrieden. Ich bin hier das erste Mal ins Ziel gekommen.”
#204 - Dirk von Zitzewitz (D), Beifahrer
“Es war ein guter Test im Sand. Die Rallye war gut organisiert. Aus Beifahrersicht ist die Herausforderung nicht sehr groß, da uns hier viele Hilfen durch das GPS zur Verfügung standen, die wir bei der Dakar nicht haben. Trotzdem war es positiv zu starten, denn man lernt ständig dazu. Man versucht, die Dünen zu verstehen und einzuschätzen, wo der Sand hart ist und wie er dort aussieht. Am Donnerstag hatten wir eine Lektion in Teamwork, als wir Carlos nach dem Einsanden geholfen haben. Die letzten zwei Tage waren für uns versöhnlich, wir freuen uns über den Etappensieg am Abschlusstag.”
Heute gab es zwei Wertungsprüfungen, die zusammengezählt und gemeinsam gewertet wurden. Die Meldung von heute morgen bezog sich nur auf die erste Etappe. Insgesamt haben Giniel de Villers und Dirk von Zitzewitz die letzte Etappe der Dubai Rallye gewonnen. Carlos Sainz und Michael Périn sind Weltmeister. Später gibt es mehr Informationen direkt von Dirk.
Zur heutigen vorletzten Etappe der Dubai Rallye / UAE Deser Challenge könnte man sagen: Volkswagen scheint das richtige Tempo gefunden zu haben und Teamwork wird bei Volkswagen Motorsport groß geschrieben.
“Carlos Sainz und Michel Perin haben heute erst geführt, dann aber 18 Minuten durch Eingraben im Sand verloren. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland), die anhielten und Sainz/Périn halfen, das Fahrzeug zu befreien, errangen die drittbeste Zeit auf der Etappe und behaupten im Gesamtklassement weiterhin Platz vier.” Zitat Volkswagen Motorsport Pressemitteilung.
Im Podcast (MP3) erzählt Dirk noch selbst ausführlich von der Ausgrabe- und Teambildungs-Maßnahme. Wer im Oktober mit in Tunesien war, kann sich die Situation vorstellen, wenn man davon absieht, dass wir in Tunesien ganz entspannt die Nacht in den Dünen verbringen konnten, um durch den Morgentau festeren Sand abzuwarten.
Der 4. Tag der Dubai Rallye ist für Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villers ähnlich unspektakulär verlaufen wie gestern. Wie die letzten Tage schon gezeigt haben, sind die Dünen der Dubai Rallye sehr speziell. Dirk und Giniel sind beide noch nicht häufig in Dubai gefahren und hätten deshalb laut Dirk (siehe MP3) noch viel zu lernen. Langsam scheinen sie aber ihren Rhytmus zu finden und sich in den Dünen wohler zu fühlen. Die letzten 80 bis 100 km der heutigen Etappe seien sie den Speed der führenden Teams gefahren. Dirk ist deshalb zuversichtlich, dass sie morgen “mit bei der Musik sein können”. Klar ist sowieso seine Devise: “Immer Vollgas”.
Zur Dakar sagte Dirk letztes Jahr im Hamburger Abendblatt: “Erfahrung zu bekommen, ist das Wichtigste überhaupt bei dieser Rallye. Man muss versuchen, die Wüste zu verstehen und die Dünen lesen zu lernen.” Das gleiche gelte auch für die Dubai Rallye. Insbesondere habe natürlich Nasser Al-Attiyah einen Vorteil, der in Katar lebt und die arabische Wüste seit Jahren gut kennt und die Dünen entsprechend lesen kann. Aber auch die anderen Teams vorne in der Wertung sind schon öfter in Dubai gefahren und können von der entsprechenden Erfahrung profitieren.
Carlos Sainz und Michel Périn sind mit weniger als 5 Minuten Rückstand noch sehr gut im Rennen. Es kommen noch zwei lange Tage in den 10 Minuten Rückstand noch ohne weiteres aufzuholen oder zu verlieren seien. Die beiden hätten auch heute ohne weiteres den Tagessieg schaffen können. Kris Nissen: “Am Ende hatte Carlos Pech, als er sich an einer falsch aufgestellten Zeitkontrolle im weichen Sand festfuhr und seine Führung verlor. Danach versetzte die Rennleitung die Kontrolle auf harten Untergrund, so dass die nachfolgenden Fahrzeuge einen Vorteil hatten. Das hat Carlos den Tagessieg gekostet.”
#201 - Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Wir starteten als zweites Fahrzeug, liefen nach 40 Kilometern auf Nasser Al-Attiyah auf und fuhren hinter ihm durch die Dünen. Nach 80 Kilometern ging Luc Alphand an uns vorbei. Wie bei einem Radrennen fuhren wir drei zusammen, mit wechselnder Spitze. Kurz vor Ende blieb Alphand stecken. Leider verloren wir über vier Minuten an der vierten Zeitkontrolle, die im weichen Sand aufgestellt war. Am Donnerstag erwartet uns ein weiterer harter Tag. Erst die letzte Etappe am Freitag wird wahrscheinlich ein wenig leichter.”
Heute ging es auf der UAE Desert Challenge weiter mit viel weichem Sand und diversen hohen und gefährlich steilen Dünen. Am Anfang lief es für Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz gut. Sie sind das gleiche Tempo wie Peterhansel gefahren. Dann haben sie für eine lange hohe Dünenauffahrt zwei Anläufe gebraucht und später durch einen Reifenschaden viel Zeit verloren. Dazu kommt, dass sie Tempo herausgenommen haben. Sie fahren mit einer hohen aber sicheren Geschwindigkeit, um möglichst viel zu lernen und das Auto noch besser kennen zu lerner. Das Ziel sei ein gutes Abschneiden bei der Dakar 2008. Die Autos, die bei der UAE Desert Challenge 2007 weit vorne fahren riskieren für Dirks Begriffe zu viel.
#204 - Giniel de Villiers (RSA), 5. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
“Anfangs sind wir Stéphane Peterhansel gefolgt, bis wir stecken blieben und viel Zeit verloren. Die Prüfung war extrem knifflig mit plötzlichen, sehr tiefen Abhängen, von denen einige nicht im Roadbook verzeichnet waren. Später hatten wir eine unerwartete und harte Landung. Dabei ist ein Reifen von der Felge gesprungen und wir mussten ihn wechseln.”