Dirk spricht mit Kai Behrmann unter anderem über seine Einschätzung zum Sinn und Zweck der Dakar Series als Qualifikation für die Dakar und seine Einschätzung der Strecke in Ungarn und Rumänien. Bei der CER gehen alle Top-Teams an den Start. Dirk rechnet mit einem guten und spannenden Wettbewerb. Er bereitet auf die erwarteten harten Schläge auf dem unebenen Terrain mit viel Training vor. Außerdem studiert er natürlich Karten.
Eine Generalprobe für die Dakar 2009 in Südamerika sei das Rennen nicht. Dort seien die Bedingungen eher mit den Routen in Nordafrika zu vergleichen. “In Chile und Argentinien kann man anscheinend ein Rennen durchführen, das den Geist der Rallye Dakar in sich trägt und jede Menge Abenteuer und Herausforderung bietet.”
“Das Rennen ist erst zu Ende wenn es zu Ende ist.” Das gilt auch für die UAE Desert Challenge. Auf der letzten Etappe ein Sieg für Giniel de Villers und Dirk von Zitzewitz und der Weltmeistertitel für Carlos Sainz und Michel Périn. Dirk freut sich jetzt wieder auf das kühle Deutschland und die Vorbereitung auf die Dakar 2008.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Es ist ein fantastisches Ende einer langen Saison. Wir haben mit Carlos Sainz und Giniel de Villiers die ersten beiden Plätze im Marathon-Rallye-Weltcup belegt. Das Team hat während der gesamten Saison einen Super-Job gemacht. Beim Saisonfinale sind wir mit zwei Race Touareg angetreten und mit beiden Autos ins Ziel gekommen - und das gegen sehr starke Konkurrenz. Ich bin überzeugt, dass man in den letzten Jahren nicht so einen spannenden Weltcup erlebt hat. Dass wir am Ende so erfolgreich waren, freut uns als Team besonders. Dies war unsere beste UAE Desert Challenge. Wir werden uns jetzt intensiv auf die Rallye Dakar im Januar vorbereiten.”
#201 - Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Ich bin glücklich, und es freut mich für das gesamte Team. Dies ist ein weiterer wertvoller Erfolg für Volkswagen - und ein verdienter Lohn für das ganze Team. Die UAE Desert Challenge war eine harte Rallye mit heißen und schwierigen Bedingungen. Für mich persönlich ist dieser Titel etwas Besonderes: Ich war zwar zweimal Rallye-Weltmeister, aber dies ist meine erste gewonnene Meisterschaft im Marathon-Rallyesport.”
#201 - Michel Périn (F), Beifahrer
“Wir haben den Weltcup gewonnen, das war unser größtes Ziel. Hinzu kommt ein zweiter Platz bei der UAE Desert Challenge. Diese Rallye war eine kleine ‚Dakar’, eine sehr schwierige und lange Veranstaltung mit starker Konkurrenz. Umso mehr freuen wir uns über das gute Ergebnis.”
#204 - Giniel de Villiers (RSA), 1. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Herzlichen Glückwunsch an Carlos Sainz und Michel Périn! Auch für Dirk und mich war es gut, herzukommen und unser Einsatzauto für die Dakar zu testen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Es war eine schöne Veranstaltung. Wir hätten uns vielleicht ein besseres Resultat erhofft, aber wir sind zufrieden. Ich bin hier das erste Mal ins Ziel gekommen.”
#204 - Dirk von Zitzewitz (D), Beifahrer
“Es war ein guter Test im Sand. Die Rallye war gut organisiert. Aus Beifahrersicht ist die Herausforderung nicht sehr groß, da uns hier viele Hilfen durch das GPS zur Verfügung standen, die wir bei der Dakar nicht haben. Trotzdem war es positiv zu starten, denn man lernt ständig dazu. Man versucht, die Dünen zu verstehen und einzuschätzen, wo der Sand hart ist und wie er dort aussieht. Am Donnerstag hatten wir eine Lektion in Teamwork, als wir Carlos nach dem Einsanden geholfen haben. Die letzten zwei Tage waren für uns versöhnlich, wir freuen uns über den Etappensieg am Abschlusstag.”
Heute gab es zwei Wertungsprüfungen, die zusammengezählt und gemeinsam gewertet wurden. Die Meldung von heute morgen bezog sich nur auf die erste Etappe. Insgesamt haben Giniel de Villers und Dirk von Zitzewitz die letzte Etappe der Dubai Rallye gewonnen. Carlos Sainz und Michael Périn sind Weltmeister. Später gibt es mehr Informationen direkt von Dirk.
Zur heutigen vorletzten Etappe der Dubai Rallye / UAE Deser Challenge könnte man sagen: Volkswagen scheint das richtige Tempo gefunden zu haben und Teamwork wird bei Volkswagen Motorsport groß geschrieben.
“Carlos Sainz und Michel Perin haben heute erst geführt, dann aber 18 Minuten durch Eingraben im Sand verloren. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland), die anhielten und Sainz/Périn halfen, das Fahrzeug zu befreien, errangen die drittbeste Zeit auf der Etappe und behaupten im Gesamtklassement weiterhin Platz vier.” Zitat Volkswagen Motorsport Pressemitteilung.
Im Podcast (MP3) erzählt Dirk noch selbst ausführlich von der Ausgrabe- und Teambildungs-Maßnahme. Wer im Oktober mit in Tunesien war, kann sich die Situation vorstellen, wenn man davon absieht, dass wir in Tunesien ganz entspannt die Nacht in den Dünen verbringen konnten, um durch den Morgentau festeren Sand abzuwarten.
Dirk und Giniel haben offensichtlich ihren Rhytmus gefunden. Heute auf der vermeintlich schwersten Etappe der Dubai Rallye 2007 sind die beiden hinter Al-Attiyah und Peterhansel auf den dritten Platz vorgefahren.
1. Al-Attiyah
2. Peterhansel +8.07 min
3. de Villier + 15.51 min
Der 4. Tag der Dubai Rallye ist für Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villers ähnlich unspektakulär verlaufen wie gestern. Wie die letzten Tage schon gezeigt haben, sind die Dünen der Dubai Rallye sehr speziell. Dirk und Giniel sind beide noch nicht häufig in Dubai gefahren und hätten deshalb laut Dirk (siehe MP3) noch viel zu lernen. Langsam scheinen sie aber ihren Rhytmus zu finden und sich in den Dünen wohler zu fühlen. Die letzten 80 bis 100 km der heutigen Etappe seien sie den Speed der führenden Teams gefahren. Dirk ist deshalb zuversichtlich, dass sie morgen “mit bei der Musik sein können”. Klar ist sowieso seine Devise: “Immer Vollgas”.
Zur Dakar sagte Dirk letztes Jahr im Hamburger Abendblatt: “Erfahrung zu bekommen, ist das Wichtigste überhaupt bei dieser Rallye. Man muss versuchen, die Wüste zu verstehen und die Dünen lesen zu lernen.” Das gleiche gelte auch für die Dubai Rallye. Insbesondere habe natürlich Nasser Al-Attiyah einen Vorteil, der in Katar lebt und die arabische Wüste seit Jahren gut kennt und die Dünen entsprechend lesen kann. Aber auch die anderen Teams vorne in der Wertung sind schon öfter in Dubai gefahren und können von der entsprechenden Erfahrung profitieren.
Carlos Sainz und Michel Périn sind mit weniger als 5 Minuten Rückstand noch sehr gut im Rennen. Es kommen noch zwei lange Tage in den 10 Minuten Rückstand noch ohne weiteres aufzuholen oder zu verlieren seien. Die beiden hätten auch heute ohne weiteres den Tagessieg schaffen können. Kris Nissen: “Am Ende hatte Carlos Pech, als er sich an einer falsch aufgestellten Zeitkontrolle im weichen Sand festfuhr und seine Führung verlor. Danach versetzte die Rennleitung die Kontrolle auf harten Untergrund, so dass die nachfolgenden Fahrzeuge einen Vorteil hatten. Das hat Carlos den Tagessieg gekostet.”
#201 - Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Wir starteten als zweites Fahrzeug, liefen nach 40 Kilometern auf Nasser Al-Attiyah auf und fuhren hinter ihm durch die Dünen. Nach 80 Kilometern ging Luc Alphand an uns vorbei. Wie bei einem Radrennen fuhren wir drei zusammen, mit wechselnder Spitze. Kurz vor Ende blieb Alphand stecken. Leider verloren wir über vier Minuten an der vierten Zeitkontrolle, die im weichen Sand aufgestellt war. Am Donnerstag erwartet uns ein weiterer harter Tag. Erst die letzte Etappe am Freitag wird wahrscheinlich ein wenig leichter.”
Heute ging es auf der UAE Desert Challenge weiter mit viel weichem Sand und diversen hohen und gefährlich steilen Dünen. Am Anfang lief es für Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz gut. Sie sind das gleiche Tempo wie Peterhansel gefahren. Dann haben sie für eine lange hohe Dünenauffahrt zwei Anläufe gebraucht und später durch einen Reifenschaden viel Zeit verloren. Dazu kommt, dass sie Tempo herausgenommen haben. Sie fahren mit einer hohen aber sicheren Geschwindigkeit, um möglichst viel zu lernen und das Auto noch besser kennen zu lerner. Das Ziel sei ein gutes Abschneiden bei der Dakar 2008. Die Autos, die bei der UAE Desert Challenge 2007 weit vorne fahren riskieren für Dirks Begriffe zu viel.
#204 - Giniel de Villiers (RSA), 5. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
“Anfangs sind wir Stéphane Peterhansel gefolgt, bis wir stecken blieben und viel Zeit verloren. Die Prüfung war extrem knifflig mit plötzlichen, sehr tiefen Abhängen, von denen einige nicht im Roadbook verzeichnet waren. Später hatten wir eine unerwartete und harte Landung. Dabei ist ein Reifen von der Felge gesprungen und wir mussten ihn wechseln.”