Oktober 2008: eine Woche Tunesien Abenteuer Tour für Enduro und 4x4. Zitzewitz Events - Kompetenz und Abenteuer.

Dakar Vorbereitung

December 20th, 2006(MET) - author:Helge Siems

Die Vorbereitung der Teams bei Volkswagen vor dem Start der Rallye Dakar am 6. Januar 2007 in Lissabon bestand in den letzten Wochen in spekulativem Erarbeiten der möglichen Strecke und mechanischem Training.

Touareg zerlegt

Gemeinsam haben die Teams ausgiebig das Austauschen bzw. Reparieren aller Teile trainiert, für die Ersatzteile an Bord sind. Weiterhin wurde die Vorbereitung von Reparaturen geübt, für die externe Ersatzteile aus einem Racetruck notwendig sind. Damit es schneller geht, wenn der Racetruck einige Stunden später an Ort und Stelle ist.

Wie wichtig gute mechanische Kenntnisse für das Teamergebnis sein können, wurde deutlich, als Dirk von Zitzewitz und Robby Gordon bei der Dakar 2005 aus ihrem Auto ein Lenkungsteil ausgebaut und damit einer Teamkollegin den Podiumsplatz gerettet haben.

Roadbook

Eine weitere wichtige Teamarbeit bei der Vorbereitung der Rallye Dakar ist die Navigations-Woche. Hier werden anhand der begrenzten Informationen des Veranstalters zur Strecke mit Hilfe von alten Roadbooks, Aufzeichnungen, Fotos und Ortskenntnissen der Navigatoren und Berater im Team mögliche Routen ausgearbeitet. 2007 ist Dirk das 8. Mal als Teilnehmer bei einer Dakar dabei.

Die tatsächliche Route wird jeweils erst mit der Herausgabe des Roadbooks am Abend vor der eigentlichen Etappe bekannt. Ziel der Navigations-Woche ist es “für verschiedene mögliche Routen bestens gerüstet zu sein.” Gerade dieser Aufwand in der Vorbereitung der Navigation zeigt auch den Unterschied der Dakar zu anderen Rallyes. Hier ist die Strecke eben nicht bekannt und kann vorher trainiert werden wie es bei “Straßenrallyes” der Fall ist. Die Navigation macht für einen Dakar-Teilnehmer mit Sicherheit einen großen Teil des Reizes aus.

Es ist zwar ein GPS an Bord. Dieses dient aber nicht zur Orientierung der Teams sondern in erster Linie zur Überwachung der Teams durch den Veranstalter. Abends wird das System ausgelesen und damit die gefahrene Route überprüft und die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit kontrolliert. Dies gilt insbesondere für die Ortsdurchfahrten, bei denen aus Sicherheitsgründen ein strenges Tempolimit gilt.

Creative Commons License

Ähnliche Postings:

7 Kommentare bis jetzt.

  • 1 Bleuer Hanspeter // Dec 20, 2006 at 6:14 pm

    Hallo,oder wie wir sagen,salü
    Staune immer wieder über die informativen und aktuellen Beiträge auf diesem Weblog.
    Besonders die spekulative Racestrecke in Marokko würde mich auch brennend interessieren.Nador-Errachida ist weiter östlich als letztes Jahr fast nicht möglich,wegen unsicherem Grenzverlauf;also dann westlich.Anhand der offiziellen Kilometerangaben könnte die Strecke auch heissen:Verbindung Nador-Taourit-Debdou,Speziale Plateau du Rekkam-Richtung Jbel Marzimine,alles über 1000m,dann Verbindung nach Errachida.

  • 2 Helge Siems // Dec 20, 2006 at 8:56 pm

    Danke für den Kommentar. Du kennst Dich offensichtlich gut aus in Marokko. Die Spekulationen über den vermutlichen Etappenverlauf werden sicherlich ähnlich gut gehütet wie das Red-Bull-Rezept. ;) Hier auf der Karte sieht es doch ziemlich westlich aus. Ich hab die Karte vom letzten Jahr nicht mehr so im Kopf.

  • 3 Bleuer Hanspeter // Dec 21, 2006 at 9:25 am

    Das Red-Bull-Rezept lässt mich ziemlich kühl,da kommt doch eher ein ungefilterter Gerstensaft in Frage.
    Marokko ist ziemlich gross,und der Ostteil vom Land ist touristisch nicht so bedeutend.Kenn mich in der Gegend auch nicht richtig aus,aber anhand der offiziellen Kilometerangaben und der Start-Zielangabe hab ich mir,so wie das Werksteam ,da was zusammengereimt.
    Mit dem zu Verfügung stehenden Material seid Ihr bestens gerüstet;einzig dem Vatanen würde ich als Rennleiter den Gaspedalweg auf 3/4 reduzieren.Ist dann viel materialschonender.Euch allen viel Glück.

  • 4 Dirk von Zitzewitz // Dec 21, 2006 at 7:56 pm

    hmm, nicht schlecht. ich rechne mit dem Start etwas südlich von Guercif, auf höhe Debdou (aber halt weiter westlich). dann muss es natürlich über das Plateau gehen (nur welche Piste…?). das Ziel wird wahrscheinlich bei B-Tajjite sein, wenn der letzte Gebirgszug süd-östlich von Talsinnt wieder befahrbar ist (war zu viel Regen/Wasser im Sommer…).
    Viel Spaß im Januar, wenn Du / Ihr uns verfolgt. Wir werden alles geben!
    Immer Vollgas! Dirk vZ

  • 5 Bleuer Hanspeter // Dec 22, 2006 at 6:16 pm

    Da hast Du natürlich Vorteile,wenn Du im Sommer unten warst.
    Gut möglich,dass es in der ersten Marokko-Etappe sogar Schnee hat.
    Ja,wenn die Prinzessin ,das heisst nach dreissig Jahren im Amt sollte sie eigentlich Königin sein,also wenn sie das O.k. gibt sehen wir Euch an allen drei Etappen in Marokko.Fähre Sete-Nador ist gebucht.
    Wir sind dann mit einem schwarzen 90er mit Dachzelt on road.
    Kennt Ihr Eure Startnummern schon,oder gibts die erst in Lissabon?

  • 6 Dizi // Dec 23, 2006 at 11:15 am

    Achte auf die #301! Du musst aber früh aufstehn, wir haben es eilig… ;-)

  • 7 Bleuer Hanspeter // Dec 23, 2006 at 6:23 pm

    301…..das ist ja wie wenn der Schuhmacher mit der 1 fährt.
    Das kann nur gut gehen.

    Wegen dem Aufstehen mach Dir keine Sorgen,in meinem Alter beginnt schon die senile Bettflucht!

Dakar Vorbereitung

Auszug aus dem Beitrag:

Die Vorbereitung der Teams bei Volkswagen vor dem Start der Rallye Dakar am 6. Januar 2007 in Lissabon bestand in den letzten Wochen in spekulativem Erarbeiten der möglichen Strecke und mechanischem Training.

Gemeinsam haben die Teams ausgiebig das Austauschen bzw. Reparieren aller Teile trainiert, für die Ersatzteile an Bord sind. Weiterhin wurde die Vorbereitung von Reparaturen [...]

Kommentieren Sie diesen Beitrag