Die Water-Rallye, das Libyen-Abenteuer auf der Suche nach Wasser im Dünenmeer im März 2009 ist ausgebucht. Nur 10 Tage war die Tourbeschreibung im Netz. Eine kleine Gruppe sportlicher Endurofahrer wird sich mit Dirk von Zitzewitz im März auf das Abenteuer einlassen, die riesigen Sandgebirge Erg Murzuk und Erg Ubari auf Wegen zu durchqueren, die noch niemand genommen hat. Dazu kommen natürlich auch die touristischen Highlights von Libyen wie Mandara-Seen, Akakus-Gebirge oder Ghadamis.
Das wird ein ganz besonderes Abenteuer, das den Teilnehmern für viele Jahre Gesprächsstoff liefern wird. Wenn jetzt doch noch jemand extreme Lust bekommen hat mizukommen, sollte er oder sie sich per email direkt an Dirk wenden. Es könnte immer passieren, dass jemand kurzfristig storniert.
Unbekanntes Gelände einerseits, sportliche Höchstleistung andererseits: Für Fahrer und Beifahrer ist die Rallye Dakar stets eine besondere Herausforderung. Ein Kurzinterview mit dem Norddeutschen Dirk von Zitzewitz (Karlshof), Navigator des Volkswagen Piloten Giniel de Villiers (Südafrika) und nebenberuflich Organisator von Abenteuer-Reisen durch Wüsten.
Als Co-Pilot sind Sie verantwortlich dafür, auf unbekanntem Terrain den Weg zu finden. Was macht diesen Job außergewöhnlich?
„Wir Beifahrer beschäftigen uns tatsächlich viel mit der Landschaft, durch die die Wertungsprüfungen einer Rallye verlaufen. Wir müssen das, was wir vorfinden, blitzschnell mit den abstrakt gefassten Informationen in einem Roadbook – einer Art Wegweiser – abgleichen und dem Fahrer so vermitteln, dass er schnell und sicher entscheiden kann. Es ist also eine Kombination daraus, Natur zu lesen, Roadbook zu verstehen und präzise zu kommunizieren – und das alles unter immensem Zeitdruck.“
Vervollständigen Sie bitte den Satz: Marathon-Rallyesport in unberührter Natur ist …
„… ein riesiges spannendes Abenteuer. Bei der ‚Dakar‘ weiß man nie, was einen erwartet, und muss sich permanent neuen Situationen anpassen, das Unwegsame einkalkulieren. Das ist der große Unterschied zu anderen Motorsport-Disziplinen, wie beispielsweise der Formel 1. Die Abwechslung ist immens, jeden Tag gibt es neue Aufgaben zu lösen.“
Wie viel Abenteuer beinhaltet denn Ihr Leben abseits des Sports?
„Ich denke, einiges. Ich liebe die weiten Landschaften und mag es, Neues zu entdecken. Deshalb bin ich auch privat häufig in der Wüste bei Motorrad-Touren zu finden. Dabei kann man diese faszinierenden Orte auch einmal ohne Zeitdruck erleben.“
Die „Dakar“ startet 2009 erstmals in Argentinien und Chile – was ist der Reiz daran?
„Für mich ist es besonders spannend, weil ich noch nie in Argentinien war und Chile nur von einem Kurzbesuch kenne. Bei der Rallye werden wir sehr viel vom Land durchqueren – und zwar genau das, was üblicherweise nicht Teil ‚normaler‘ Reisen ist. Nämlich menschenleere Landstriche, Wüsten, die Anden abseits der Pässe – eben faszinierende Natur. Nach allem, was man in der Literatur finden kann, haben die beiden Länder viele interessante Landschaften zu bieten, speziell für uns Europäer wird es eine abwechslungsreiche Rallye.“
Was macht das Flair der Veranstaltung Rallye Dakar für Sie aus?
„Die ‚Dakar‘ ist die Mutter aller Rallyes: Sie ist anspruchsvoller, auch intensiver als die kürzeren Rallyes. Die ‚Dakar‘ ist zehn Stunden Höchstleistung täglich, 14 Mal hintereinander.“
Heute ist der Start der Rallye Dakar 2009. Die technische Abnahme der Fahrzeuge der 530 Teilnehmer ist heute und morgen in Le Havre in der Normandie an der Mündung der Seine. Volkswagen Motorsport ist mit 23 Fahrzeugen bei der Dakar 2009 dabei.
Von Le Havre werden alle Fahrzeuge nach Buenos Aires verschifft. Das Rennen beginnt dort in der Hauptstadt Argentiniens in rund 40 Tagen am 3. Januar 2009. Die Dakar bleibt auch in Südamerika ein riesiges Abenteuer. Interessant ist vor allem, dass das Rennen für die meisten Teilnehmer auf Neuland stattfindet. Zwei Mal werden die über 4000 Meter hohen Anden überquert. An die Höhenluft hat sich das Volkswagen-Team bei einem Trainingscamp in den Schweizer Alpen gewöhnt.
Von den Tropen bis zum ewigen Eis hat Argentinien die gesamte geografische und klimatische Bandbreite zu bieten. Im Januar ist in den Anden Sommer. Dieser kommt mit Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht von 40 Grad Celsius. Eine weiteres Extrem erwartet die Dakar 2009 im Chile. Die Atacama-Wüste bietet 100 Mal weniger Feuchtigkeit als das Death Valley und obendrein die höchsten Dünenfelder der Erde. Vor allem auch die Abwechslung der Extreme ist es, die die Dakar 2009 zu einer großen Sache für die Technik macht.
„Die Rallye Dakar ist immer eine große Herausforderung, 2009 wird sich diese aber noch steigern“, so Dirk von Zitzewitz aus Karlshof, Beifahrer von Volkswagen Werksfahrer Giniel de Villiers aus Südafrika, mit dem Race Touareg Zweiter bei der „Dakar“ 2006. „Wir müssen uns jeden Tag auf neue Situationen einstellen und höchste Konzentration wahren. Egal ob es heiß oder kalt ist, ob auf Meereshöhe oder auf 4.600 Meter Höhe in den Anden. Ein besonderer Reiz ist dazu die völlig unbekannte Landschaft, durch die die Route führen wird.“
Die Nachfrage ist groß für diese beondere Tour. Das große Abenteuer “Water Rallye” in Libyen im März 2009 ist schon fast ausgebucht. Nur noch drei Plätzezwei Plätze ein Platz ist frei. Wer mit möchte sollte sich jetzt schnell anmelden.
Die Beschreibung der Libyen-Tour 2009 “Water-Rallye” ist jetzt online. Es geht mit dem Flieger nach Sebha. Von dort ist die Passage durch den Grand Erg Murzuk ins Akakus-Gebirge geplant. Über Ghat führt uns die Reise nach Ghadamis und über Idri und durch den Erg Ubari auf dem direkten Weg zu den Mandara Seen mitten in den Dünen. Die Reise mit 5 bis 12 Motorrädern ist nicht für Wüsten-Neulinge geeignet. Wie immer werden ein deutscher Arzt, 4×4 Geländewagen, notwendige Ersatzteile und viel Erfahrung in der Wüste für ein kontrolliertes aber spannendes Abenteuer sorgen.
Einige Fakten
Die Route ist ca. 2.500km lang. Diese teilen sich wie folgt auf: ca. 350km Strasse, ca. 400km Schotter, bzw. Schotterpisten, 1.750km Sand und sandige Pisten. Der Dünenanteil davon sollte bei ca. 1.200km liegen…
Nachdem Volkswagen letztes Jahr mit zwei Race Touareg bei der Baja 500 gestartet ist, kommt in diesem Jahr die Fortsetzung mit einem extra für die Baja konstruierten Race Touareg. Dieser soll stark dem serienmäßigen Touareg ähneln, aber in den Dimensionen etwa 10% grösser sein als das Serienfahrzeug und damit quasi einen Volkswagen Touareg XL darstellen.
Der Baja Race Touareg wurde von Arciero Miller Racing in den USA aufgebaut. Der 550 PS starke 5,5-Liter-V12-Diesel wurde bei Volkswagen in Deutschland gebaut. Volkswagen ist mit dem Baja Race Touareg der erste Hersteller, der sich mit einem Dieselfahrzeug an den Start der Baja 1000 wagt.
Mark Miller und Ryan Arciero wechseln sich als Fahrer auf dem Rennen ab, das über 1000 Meilen (rund 1600 km) nonstop durch die Wüste Nordmexikos geht. Beide haben die Baja 1000 schon mehrfach gewonnen.
Was die amerikanische Offroad Szene zum Baja Race Touareg sagt, ist in diesem Thread im vermutlich führenden Offroad-Form der USA zu lesen.
In den letzten Tagen war auf den offiziellen Dakar-Seiten schon die Pretour zur Dakar 2009 über die Route der zweiten Woche ab Valparaiso, Chile zu verfolgen. Heute vormittag wurde die Strecke der Dakar 2009 offiziell vom Veranstalter bekannt gegeben.
Auf der Strecke der Dakar 2009 erwartet die Teilnehmer ab dem 3. Januar 2009 in Argentinien und Chile alles, was zu einer richtigen Dakar dazugehört. Dirk von Zitzewitz in einem ersten Statement zur Strecke der Dakar 2009: “Das wird eine der härtesten Dakars, die es je gab. Was auf der Dakar 2008 nicht möglich war scheint der Veranstalter jetzt auf der ersten Dakar in Südamerika nachzuholen. Die Dakar in Südamerika wird den klassischen Rallyes in Afrika in nichts nachstehen.”
Start und Ziel ist die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Der Ruhetag ist am 10. Januar im chilenischen Urlaubsort Valparaiso geplant.
Dirk von Zitzewitz: “Die Rallye war ein guter Test für das gesamte Team im Hinblick auf die Rallye Dakar im Januar. Das Wettbewerbs-Niveau war hoch, die Mannschaft hat super harmoniert und uns immer optimales Material bereitgestellt. Wir haben unsere Haut teuer verkauft, allerdings nicht so teuer, wie wir uns das vorgestellt hatten. Alles in allem kann man dem Veranstalter ein positives Zeugnis ausstellen: Die Strecken und die Roadbooks waren perfekt vorbereitet.”
Es gibt noch kein endgültiges Ergebnis von der Pax-Rallye 2008. Wie vorhin erwähnt gab es ein Feuer auf der Strecke, das einigen Autos die Weiterfahrt versperrt hat. Ob Mitsubishi oder Volkswagen die Rax-Rallye gewonnen haben, hängt jetzt davon ab, ob dieser erste Teil der Wertungsprüfung gewertet wird oder nicht. Es ist also auch nach dem Ende der Etappen noch spannend in Portugal.
Giniel und Dirk haben heute etwas zu viel riskiert und drei Minuten verloren als sie von der Straße abkamen und in einen ca. 4 Meter tiefen Canyon rutschten. Wieder einmal hat der Race Touareg Dirk beeindruckt als sie ohne fremde Hilfe aus diesem Loch herausgekommen sind. Für sie steht unabhängig von der Wertung des ersten Etappenteils fest, dass sie keinen Podiumsplatz erreicht haben.
Wichtig ist natürlich die Teamleistung. Deshalb wird in Portugal gespannt auf die Entscheidung der Schiedsrichter gewartet. Nach Dirks Interpretation des Reglements müsste der Sieg für Volkswagen gewertet werden. Die Entscheider bei Mitsubishi werden verstädnlicher Weise alles in Bewegung setzen, um nach Lücken im Reglement zu suchen, was eine Auslegung des Reglements zu Gunsten Mitsubishis ermöglicht.
Das Ergebnis der Pax Rallye wird sich noch etwas verzögern. Die Rallye ist zur Zeit kurz vor dem Ende der Wertungsetappe unterbrochen. Angeblich hat ein Hubschrauber eine Stromleitung zerstört und dadurch ein Feuer verursacht. Deshalb stehen die Autos zur Zeit auf der Strecke. Es ist noch nicht klar, ob es später weitergeht oder andere Alternativen entwickelt werden müssen. Später gibt es hier mehr Informationen.