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Dirk von Zitzewitz: “Heute war keine besonders schöne Etappe. Bis auf die letzten 10km, die richtig Spaß gebracht haben mit Blick auf den Ozean. Ein schwarzer Tag war es heute für Maurício und Clécio. Bei km 130 haben wir das Auto gefunden, das auf dem Dach lag. Den beiden ging es nicht so gut, vor allem Maurício. Wir haben dann geholfen und den Helicopter gerufen. Wir sind dann nach etwa 30 Minuten weitergefahren.
Ansonsten war die Etappe heute relativ brutal und etwas langweilig an einigen Stellen. Das Roadbook war heute nicht so perfekt. Ich konnte mir alles von hinten ansehen. Es gab viele Spuren. Wir haben uns nicht verfahren. Aber für die ersten war es bestimmt nicht einfach.
Morgen erwarte ich einen sehr sehr schwierigen Tag. Er wird von der Navigation sehr schwer sein, er wird vom Gelände sehr hart, auch für das Auto sein. Das wird der härteste Tag der Dakar, wenn der Veranstalter nicht noch irgendwas rausnehmen sollte.”
So geht es weiter auf der Rallye Dakar 2010 in Chile von Antofagasta – Iquique weiter. Die “Dakar” bewahrt auch am sechsten Rallye-Tag ihren für Südamerika typischen Charakter: Auf dem Weg von Antofagasta nach Iquique wechseln sich erneut Dünenpassagen mit Steinen und Schotter als Untergrund ab. Vielseitigkeit ist aber nicht nur für die Piloten gefragt. Für die Navigatoren erhöht sich im Norden Chiles der Anteil an Offroad-Navigation und damit das Fahren nach Kompassrichtung.
Heute sah es auf den gut 200 Kilometern sehr gut aus für Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz. Dann gab es leider einen Unfall und in der Folge eine aufwändige Reparatur, die viel Zeit kostete.
Die heutige Etappe ging an die Teamkollegen Mark Miller und Ralph Pithford, die trotz des zweiten Platzes in der Gesamtwertung der Dakar 2009 heute ihren ersten Etappensieg auf einer Dakar feiern können.
Bei Volkswagen wird übrigens auf der Dakar mit Eiscreme und Red Bull gefeiert. Robby Gordon scheint das auch zu gefallen, denn er hat bei Volkswagen nach seinem Etappensieg gestern eine große Runde Eis für das Volkswagen-Team ausgegeben. Bei Temperaturen um die 40 Grad sicherlich eine angenehme Erfrischung.
Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret haben heute mit einer gebrochenen Antriebswelle an ihrem BMW viel Zeit verloren und sich vom Traum auf den Gesamtsieg verabschiedet.
#300 – Giniel de Villiers (ZA), 17. Platz Tages- / 18. Platz Gesamt-Wertung “Es scheint so, als würden wir das Pech in diesem Jahr anziehen. Schlecht für uns – gut für das Team, wenn es so bleiben würde. Heute haben wir in einer Offroad-Sektion im Staub eine Querrille von einem Motorrad-Fahrer übersehen und voll mitgenommen. Dabei ist eine Schraube eines vorderen Radträgers gerissen. Die Reparatur des betroffenen Kugelgelenks hat sehr lange gedauert. Doch damit nicht genug: Wir hingen danach im Staub eines Kamaz-Lkw fest und hatten auch noch zwei Reifenschäden. Für Dirk und mich geht es definitiv nur noch darum, möglichst dem Team zu helfen.”
Morgen geht es weiter mit viel Sand und schwieriger Navigation. Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz haben sich heute von Startposition 32 auf Platz 5 vorgekämpft und dabei viel Staub geschluckt. Ab morgen geht es darum, die Teamkollegen zu unterstützen und den Sieg von Volkswagen Motorsport im starken Konkurrenzumfeld zu sichern.
Carlos Sainz / Lucas Cruz, Nasser Al-Attiyah / Timo Gottschalk und Mark Miller / Ralph Pitchford haben alle noch gute Chancen auf den Gesamtsieg. Mit einer Vorentscheidung wird frühestens an den Tagen rund um den Ruhetag gerechnet. Die nächsten Tage werden also besonders spannend. Es geht in der Atacama-Wüste sehr weit in den Norden, fast an die Grenze zu Peru. Das ist auch für die Teilnehmer der Dakar 2009 absolutes Neuland.
Tag eins eines äußerst harten Wüsten-Viererpacks beginnt mit einer 483 Kilometer langen Wertungsprüfung – der zweitlängsten der ersten “Dakar”-Woche. Piloten und Techniker sollten sich auf viele sandige Passagen mit Dünenüberquerungen in großen Höhenlagen einstellen. Doch die Atacama-Wüste bietet auch Schotter- und Geröllpassagen als Herausforderungen für Fahrer und Beifahrer.
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Dirk von Zitzewitz: “Das war eine schöne Etappe heute. Erst waren wir in den Bergen, dann ging es in die Wüste. Die Navigation war auch hier und da ganz spannend. Dann kamen viele weite Ebenen, Pässe querfeldein über die Berge und dann in die Dünen rein. Das war wirklich eine schöne Etappe, relativ kurz mit 160 km. Wir waren 1:40 Std. ohne besondere Vorkommnisse unterwegs. Morgen wird es natürlich deftig lang mit fast 500 km. Da geht es dann schon mehr zur Sache als heute. Heute war zum Ausruhen.”
Hinweis: Reise zur Rallye Dakar mit Dirk von Zitzewitz im Februar 2011. Enduro und 4×4, original Dakar-Roadbooks, Abenteuer und Kompetenz.
Unten ein Video von der Wüste in Südamerika. Da werden noch einige spannende Etappen kommen. Die Titelverteidiger Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers haben zwar nach dem großen Zeitverlust von gestern keine Chance auf den Gesamtsieg. Sie sind aber heute in einer fantastischen Aufholjagd vom 32. Startplatz auf den 5. Rang der Tageswertung gefahren. Dazu gibt es später mehr direkt von Dirk aus der Wüste.
Insgesamt wird die Dakar 2010 spannend bleiben. Die Konkurrenz aus Volkswagen, BMW und Robby Gordon ist unheimlich stark. Bisher ist noch nicht abzusehen, wo die Reise hingeht. Mit einer Vorentscheidung ist frühestens an den langen Etappen rund um den Ruhetag am 9.1. zu rechnen.
Dirk von Zitzewitz: “Das war ein rabenschwarzer Tag für uns. Nach 5 km haben wir uns an einem Absatz überschlagen. Wir sind auf der gleichen Spur wie der anderen gefahren. Vielleicht waren wir einen halben km/h zu schnell.”
Dabei kam es zu einem Überschlag, bei dem das Auto auf dem Dach liegen geblieben ist. Bis das Auto wieder stand, waren gerade einmal 7 bis 8 Minuten verloren. Bei KM 50 hat der Motor gestreikt. Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz konnten den Schaden nicht beheben. Beim Unfall ist wohl Hydrauliköl auf den Motor gelaufen. Dadurch kam es zu einem Brand und in der Folge zu einem Problem an der Elektrik. Nach der Reparatur durch das Team im Race-Truck sind sie ohne große Probleme, aber mit 3 Stunden Rückstand ins Ziel gekommen.
Mit gut 3 Stunden auf der Uhr geht es morgen an 32. Stelle auf die erste Anden-Überquerung. Um den Rückstand aufzuholen müsste schon einiges bei allen anderen passieren.
Dirk von Zitzewitz: “Wir helfen ab jetzt unseren Teamkollegen und werden weiterhin alles für den Sieg von Volkswagen tun.”
Montag, 04. Januar: 03. Etappe, La Rioja (RA)-Fiambalá (RA). Die Tageswertung zwischen La Rioja und Fiambalá bildete bei der zurückliegenden Rallye Dakar 2009 in umgekehrter Richtung die Königsetappe. Die Sierras Pampeanas, jede Menge Sand und die berühmten turmhohen weißen Dünen sind das Terrain, das am dritten Wettbewerbstag zu bewältigen ist. Doch nicht nur fahrerisches, sondern auch navigatorisches Können ist angesichts vieler kniffliger Weggabelungen gefragt.
Morgen geht es also den ersten Tag in die Dünen. Von nun an wird es täglich spannender. Die Rallye Dakar dauert noch bis zum 16.1.2010
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Dirk von Zitzewitz im Podcast: “Heute war es eine schwere Prüfung. Durch den vielen Regen war es die ersten 140 km sehr glatt. Es fuhr sich wie auf rohen Eiern. Wie zu Hause im Winter im Schnee.
Wir hatten heute Pech. In einer Kurve sind wir rausgerutscht und haben mit der hinteren rechten Seite einen riesigen Stein mitgenommen. Dadurch hatten wir einen schleichenden Plattfuß und mussten bei km 164 wechseln. Das hat ein bisschen Zeit gekostet.
Insofern sind wir ganz zufrieden mit dem Ergebnis.”
Die Rallye Dakar 2010 steht gerade ganz am Anfang. Heute haben wir die 3. Etappe hinter uns. Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz sind heute mit etwa 7 Minuten Rückstand auf den Führenden an Platz 6 im Gesamtklassement.
Wann wird die Rallye Dakar entschieden?
Bei der Dakar ist es natürlich wichtig, den Anschluss auf die Spitze nicht zu verlieren, wenn man gewinnen möchte. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass es für den Gesamtsieger nicht wichtig ist, das Feld permanent anzuführen. Die Rallye Dakar ist ein Langstreckenrennen über fast 10.000 km. Das Rennen wird noch nicht auf den ersten Etappen entschieden.
Dirk von Zitzewitz: “Ich sehe den Knackpunkt der Rallye durchaus im Norden der Atacama-Wüste an den Tagen rund um den Ruhetag.”
Es geht in der Atacama-Wüste sehr weit in den Norden, fast an die Grenze zu Peru. Das ist auch für die Teilnehmer der Dakar 2009 absolutes Neuland. Da wird es dann richtig spannend.