Carlos Sainz und Lucas Cruz haben die Silk Way Rallye 2009 gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Mark Miller / Ralph Pitchford sowie Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz. Nasser Al Attiyah und Timo Gottschalk haben das Rennen lange angeführt, mussten aber nach einem Unfall ausscheiden. Mit dem Dreifach-Erfolg auf den Spuren der legendären Seidenstraße hat Volkswagen seine Vorbereitungen für die Rallye Dakar 2010 erfolgreich abgeschlossen, die Rallye diente in erster Linie als Test unter Wettbewerbsbedingungen.
#100 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Gesamt-Wertung
“Wir hatten eine gute Rallye-Woche. Für Dirk und mich war es besonders wichtig, nach so einer langen Pause – die Dakar im Januar war unser letzter Wettbewerb – wieder den Arbeitsalltag im Cockpit zu erleben. Zu Beginn fiel es uns etwas schwer, in Schwung zu kommen, aber in der zweiten Hälfte der Rallye fanden wir den richtigen Speed. Ich bin sehr zuversichtlich, was die Dakar angeht, wir sind gut vorbereitet. Die Silk Way Rallye hat mir gefallen, sie war gut organisiert und eine echte Abwechslung.”
#100 – Dirk von Zitzewitz (D), Co-Pilot, 3. Platz Gesamt-Wertung
“Die Rallye war ein tolles Erlebnis und ein sehr guter Test für das ganze Team, ich bin sehr zuversichtlich für die ,Dakar‘. Ich habe großen Respekt vor den Organisatoren, sie haben mit dieser schönen und und zugleich schwierigen Rallye einen guten Job gemacht. Wir sind in Russland, Kasachstan und Turkmenistan sehr freundlich empfangen worden und ich würde mich freuen, wenn es die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder gäbe.”
“Im ersten Teil erlebten wir Regen in der Wüste – extrem selten. Später kamen wir in ein sehr buckeliges Gebiet. Nach einem Sprung kamen wir hart auf, beide Hinterreifen rutschten von den Felgen und wir mussten sie wechseln. Da wir keine weiteren Ersatzräder dabeihatten, fuhren wir sehr defensiv. Mir ist es ganz lieb, dass wir hier die Gelegenheit haben, Probleme auszusortieren und es nicht bei der ,Dakar‘ tun müssen.”
Durch diese Reifenschäden haben Dirk von Zizewitz und Giniel de Villiers heute den Anschluss an die Spitze verloren. Sie lassen sich aber nicht den Spass verderben – also immer Vollgas. Die Silk Way Rallye ist definitiv eine sehr gute Vorbereitung auf die Rallye Dakar im Januar in Argentinien und Chile.
#100 – Giniel de Villiers (ZA), 4. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Die Strecke war sehr schnell und zugleich trickreich. Die Navigation ist schwierig, da häufig viele ähnliche Abzweige aufeinanderfolgen. Immer genau den richtigen zu finden, ist fast unmöglich. Beim Tempo sind wir auf Nummer sicher gegangen, während unsere Teamkollegen offenbar näher am Limit waren.”
Das inoffizielle Ergebnis der 5. Etappe der Silk Way Rallye von Beyneu nach Janaozen:
de Villiers
al Attiyah
Miller
Sainz
Dirk von Zitzewitz: “Heute ist es gut gelaufen. Die Navigation war schwierig und wir hingen später im Staub der anderen. Morgen werden wir die ersten Dünen haben. Das ist nicht gerade ein Vorteil für das erste Auto …”
Dirk von Zitzewitz zur 4. Etappe der Silk Way Rallye von Uralsk nach Beyneu: “Das Tempo ist sehr hoch. Wir sind etwas gehemmt, es wird aber jeden Tag besser. Die Rallye ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Dakar 2010. Heute war der erste richtige Wüsten-Tag. Alle Race Touareg liegen dicht beieinander, es ist noch alles drin. Das Roadbook für morgen verspricht noch mehr Anspruch.”
Die Silk Way Rallye geht insgesamt über 9 Etappen, es folgen also noch 5 Etappen, in denen noch viel passieren kann. Bei der letzten Dakar hat sich für Dirk und Giniel gerade ihre schnelle aber sichere Fahrweise ausgezahlt.
So wird die 5. Etappe der Silk Way Rallye: Auf dem Weg von Beyneu nach Janaozen führt die insgesamt 480 Kilometer lange Route zunächst ins Ustjurt-Plateau, eine wüsten- und steppenartige Hochebene. Die wechselnde Vegetation wird den Volkswagen Piloten bekannt vorkommen, da sie den Wüsten in Afrika und Südamerika stark ähnelt. “Mondlandschaften” mit Sand und Dünen wechseln sich ab mit steinigen, kurvigen Pfaden durch Berge und Felsen.
Die heutige 3. Etappe der Silk Way Rallye führte über insgesamt 548 Kilometer von Bougourouslan in Russland auf schnellen, hügeligen Strecken mit vielen kniffligen Abzweigen ins kasachstanische Oral (russisch: Uralsk). Die Hauptstadt der Provinz West-Kasachstan liegt auf der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien.
Giniel de Villers und Dirk von Zitzewitz sind mit gut zwei Minuten auf die führenden Teamkollegen auf Platz 3 gelandet. “Die Etappe war heute insgesamt sehr schnell und sehr gut zu fahren. Zu Beginn hatten wir sehr schlechte Sicht, da es fast windstill war und die Staubfahnen der vorausfahrenden Autos lange stehen blieben. Unser Race Touareg lief tadellos, ich bin zufrieden.”
Weiter ging es heute auf der Seidenstraße von Kasan nach Bougourouslan. Dirk ist beeeindruckt, wie sauber und gut entwickelt die ganze Gegend ist. Die Menschen sind sehr freundlich, hilfsbereit und offen. Es gibt natürlich auch viele alte Häuser, die ganze Gegend macht aber einen sehr gepflegten, sauberen Eindruck.
Das Rennen ist heute für Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz nicht so gut gelaufen. Die beiden waren als Gewinner des Vortages als erste auf der Strecke. Nach etwa 30 km ging es etwas querfeldein über einen Acker. Es war vor allem für das erste Auto etwas schwierig eine Piste zu finden. “Da sind wir etwa 1,5 km in die falsche Richtung gefahren.”, so Dirk am Telefon. Dadurch haben sie einiges an Zeit verloren. Dazu kamen Elektrikprobleme am Auto, die aber glöst wurden. Am Ende der Ettape blieben dann noch gut 7 Minuten Rückstand auf die führenden Teamkollegen Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk.
Heute war der kürzeste Tag der Silk Way Rallye. Das Rennen ist durch die Probleme heute noch längst verloren.
Morgen geht es weiter mit einer ähnlichen, nicht ganz so schnellen Etappe wie heute. Das Roadbok von morgen sieht nach einer noch anspruchsvolleren Navigation aus. Das wird dann morgen auch eine große Herausforderung für Timo Gottschalk, der morgen zusammen mit Nasser Al-Attiyah die Etappe eröffnen wird. Morgen um 6:30 Uhr Ortszeit (3:30 Uhr MEZ).
Die erste Runde der Silk Way Rallye geht an die Dakar-Sieger Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz. Weil die Summer Universiada 2013 in Kasan stattfindet, war der Rundkurs des Prologs genau 2013 Meter lang.
Dirk von Zitzewitz am Telefon: “Es war ein toller Prolog vor vielen Zuschauern. Es ist toll, wie begeistert wir hier in Rußland aufgenommen werden und wie modern das Land ist. Es war natürlich besonders schön, dass wir den Prolog gewonnen haben, auch wenn er leider nicht für Wertung der Veranstaltung zählt.”
Morgen wird die Rallye nach Dirks Einschätzung mit einer Art Warmup auf die erste gewertete Etappe gehen. Die Navigation soll von Anfang an nicht einfach sein und dann jedem Tag schwerer werden. Die Etappe am Sonntag führt von Kasan, Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan, über insgesamt 478 Kilometer (141 km Wertungsprüfung) nach Bougouruslan.
Die Silkway Rallye wird als Vorbereitung auf die Rallye Dakar 2010 auf den Spuren der legendären Seidenstraße in diesem Jahr das erste Mal als Marathon-Rallye für LKW und Trucks ausgetragen.
Die Silk-Way-Rallye im deutschen TV:
Die Silk Way Rallye 2009 im TV bei Eurosport
Sonntag, 06.09.09
09.00 – 09.15 Uhr Etappe 1
Die Silk Way Rallye 2009 im TV bei n-tv
Der Nachrichtensender n-tv berichtet täglich in seinen Nachrichtensendungen um 8.00, 10.00, 12.00, 14.00 und 18.00 Uhr über die Silk Way Rallye.
In Zusammenarbeit mit der Sahara-Rallye Grand Erg wird im Mai 2010 die erste GE-MOTO-CHALLENGE stattfinden.
Das MOTORRAD-ABENTEUER MIT RALLYE-GESCHMACK ist aus dem vielfachen Wunsch entstanden, die Grand Erg auch für Motorräder zu öffnen. Für die Veranstalter der Grand Erg steht die Sicherheit an oberster Stelle. Dirk von Zitzewitz hat sowohl als Enduro-Sportler als auch als Veranstalter von Enduro-Wüsten-Abenteuern viel Erfahrung. Auch Dirk legt bei seinen Veranstaltungen immer grössten Wert auf die Sicherheit der Teilnehmer.
Die Grand Erg soll in Zukunft eine Motorrad-Wertung bekommen. Allerdings sind die neuen Aufgaben, die eine Motorrad-Wertung mit sich bringt sind zu vielschichtig um sie per Sprung ins kalte Wasser bewältigen zu wollen. Auch wenn mit einer gewohnt gründlichen
Vorplanung vieles gelöst werden kann, bleiben doch Unsicherheiten (als eines der vielen Beispiele sei hier nur das Thema “tracking” genannt, zu dem es bislang keine für den Amateur-Bereich erschwingliche Lösung gibt. Der einzige Lichtblick wird erst im Herbst von der Erg Oriental getestet).
Anmeldungen für die GRAND-ERG-MOTO-CHALLENGE werden in Kürze möglich sein.
Für 2010 sind wieder einige besondere Wüsten-Touren mit Dirk von Zitzewitz geplant.
Los geht es im März (geplanter Termin 4.3. bis 20.3.) mit einer Tour auf der Suche nach Wasser in der Sahara Libyens. Die Reise für Enduro und 4×4 wird einen maximalen Sandanteil haben (Start und Ziel in Sebha), unter anderem werden der Erg Murzug und Erg Ubari durchquert. Das ist wirklich eine Tour, die schwer mit den meisten anderen Libyen-Reisen auf dem Markt zu vergleichen ist. Wer 2009 mit dabei war, wird ein Lied davon singen können. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, rechtzeitiges Buchen sichert einen Platz. Achtung: die Reise ist nur für Teilnehmer mit Wüsten-Erfahrung geeignet. Mehr Informationen zum Wüsten-Abenteuer Libyen
Im Mai 2010 ist eine Kurzreise nach Tunesien in Vorbereitung. Die Reise wird sehr weit in den Süden Tunesiens gehen und etwa 7 bis 9 Tage dauern.
Wer nicht so lange warten möchte: auf der Marokko-Reise im Oktober 2009 gibt es noch einen freien Platz.